Wer bin ich?

Zunächst einmal möchte ich mich Ihnen vorstellen, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wer hinter den Islandpferden und Australian Shepherds vom Luftschloss bzw. frá Loftkastala überhaupt steckt.

 

Sollten Sie Fragen zu mir oder meinen Tieren haben, bitte zögern Sie nicht mit einer Kontaktaufnahme.

Persönliches

Mein Name ist Vera Bungarten. Geboren bin ich am 21. Oktober 1993 in Koblenz und anschließend 19 wunderschöne Jahre auf einem Bauernhof mit Kühen, Pferden, Katzen, Hunden und Hühnern in der Eifel aufgewachsen. Bis 2010 besuchte ich die Realschule der nächstgelegenen Stadt. Damit war meine schulische Ausbildung jedoch nicht beendet. Ich wechselte im selben Jahr auf das Gymnasium wenige Hundert Meter entfernt. Meine Leistungskurse Englisch, Biologie und Erdkunde wurden im Abitur durch katholische Religion und Latein ergänzt.

 

Im April 2013, nach erfolgreichem Abschluss des Abiturs vier Wochen zuvor, verabschiedete ich mich aus Deutschland, um als Au Pair auf Teneriffa zu arbeiten. Diese Tätigkeit beendete ich zum 31. August, da viele Dinge einfach schief liefen und keine Besserung in Sicht war. Zwei Wochen nach meiner Rückkehr in die Heimat befand ich mich jedoch erneut am Flughafen, um den Rest des Jahres auf Island als Farmarbeiterin zu verbringen. Endlich konnte ich das tun, was ich am besten kann: mir die Finger dreckig machen und mit Pferden arbeiten. Der schönste Nebeneffekt dieser Zeit war sicherlich meine neu gewonnene Freundin Annika, die wie eine Schwester für mich wurde. Sozusagen "My Sister from another Mister".

 

Ab Januar 2014 widmete ich mich wieder meiner beruflichen Zukunft, welche im Bereich Journalismus / Öffentlichkeit liegen sollte, weswegen ich vor meinem Studium ein siebenmonatiges Praktikum bei Goal.com absolvierte. Am 09. September zog ich dann erstmals von Zuhause in meine eigenen vier Wände. Mein neuer Lebenspunkt war Magdeburg - Hochschule, neue Freunde und ein ganz neuer Lebensabschnitt. Mein Praxissemester verbrachte ich im Loro Parque auf Teneriffa. Mein Inlandspraktikum 2017 verursachte in einem eine Verschiebung meines Lebensmittelpunktes ins Ruhrgebiet, besser gesagt nach Duisburg. Ab dem Wintersemester 2017/18 absolviere ich meinen letzten Kurs an der Hochschule im Fernstudium und widme mich, hoffentlich, im kommenden Sommersemester meiner Abschlussarbeit zum B.A. Journalismus.

Mein reiterlicher Werdegang

Ich werde kurz auf meinen reiterlichen Werdegang zurückblicken, denn dieser hat im Prinzip nichts mit Islandpferden zu tun. Einzig und allein zwei Wallachen ist es zu verdanken, dass ich mein Herz an die Pferde aus Feuer und Eis verloren habe.

 

Meine Liebe zu Pferden begann bereits sehr früh, da wir immer mindestens zwei dieser edlen Tiere auf unserem Bauernhof hatten. 2000, mit knapp sieben Jahren, fing ich an Reitstunden zu nehmen. Leider veränderte der Hof, nach Besitzerwechsel, sein Konzept, sodass ich das erste Mal den Reitstall wechselte. Auf dem neuen Hof bekam ich zwei Jahre Unterricht an der Longe, da es mir angeblich an Gleichgewichtssinn und Körpergefühl mangelte. Nach einer Probestunde ohne Longe war die Zeit des im Kreis reiten jedoch zum Glück vorbei und ich entwickelte mich weiter. 2004/2005 wechselte ich auf den Hof meiner Familie, wo ich unter anderem die Prüfungen zum "Großen Hufeisen" sowie Basispass/Reiterpass erfolgreich abschloss. Außerdem half ich bei der Ausbildung der Jungpferde, außerdem wurde ich, bis zu einem gewissen Punkt, in Dressur und Springen gefördert. Im Sommer 2008 endete meine Zeit dort, ich wechselte erneut den Reitstall und ritt zwei Jahre einen Oldenburger-Wallach im Privatstall, wo ich nochmals einen sehr großen reiterlichen Entwicklungssprung machte. 2010 wechselte ich notgedrungen zurück zum familiären Friesenhof, wo ich jedoch hauptsächlich im Gelände unterwegs war. Wegen persönlicher Differenzen verzichtete ich weitestgehend auf Reitstunden. Während meines Auslandsaufenthaltes auf Teneriffa ritt ich zwar im Unterricht, wurde jedoch wenig korrigiert. Auf Island selbst ritten Annika und ich einfach durch die wunderschöne Landschaft und schauten uns gegenseitig auf die Finger. Außerdem starteten wir mit der Ausbildung der Vierjährigen.

 

Von Januar bis September 2014 ritt ich zwei Mal die Woche in einem privaten Stall und erhielt Einzelunterricht. Sicherlich der größte Sprung in meiner reiterlichen Laufbahn, da ich erstmals auch die Theorie hinter den Aufgaben erlernte. Ich wurde nicht nur korrigiert, sondern bekam ebenso die Erklärung wieso und was anders passieren muss. Nach meinem Umzug nach Magdeburg verfügte ich drei Monate über eine Reitbeteiligung an einer älteren Islandpferdestute, aber nach schweren Vorwürfen der Besitzerin mir gegenüber, beendete ich das Verhältnis.

 

Seit 2015 pausiere ich aus diversen Gründen mit dem aktiven Reitsport. Ich habe auf Island aktiv im Training von Reitpferden sowie Jungpferden gearbeitet, in 2015 und 2016 waren es insgesamt acht Monate, welche ich in der Nähe von Hvammstangi auf Fremri-Fitjar verbrachte und sehr großen Gefallen an Zucht und Ausbildung junger Pferde fand.

Mein Weg zum Australian Shepherd

Eigentlich würde ich mich eher als Katzenmensch beschreiben. Seit 2001 hatte ich immer Katzen. Mein absolutes Herzenstier Tina zog im Herbst 2003 bei uns ein und verwand leider am 13. Oktober 2013, während ich auf Island war. Ihr Bruder Charly, der 2001 als erste Katze bei uns einzog, wurde 2014 am Geburtstag meiner Mutter, dem 28. März, eingeschläfert. Todesursache: Niereninsuffizienz. In Magdeburg empfand ich meine Wohnung sehr schnell als leblos, nachdem ich mein Leben lang Tiere um mich hatte. Im Winter 2014/15 zog also ein Geschwisterpärchen junger Katzen bei mir ein. Leider musste ich sehr schnell feststellen, dass ein Leben ohne Freigang auf 30m2 diesen Tieren nicht gerecht wird. Ich fand für die beiden ein passenderes Zuhause in direkter Nachbarschaft und stellte meinen Egoismus hinten an.

 

Innerhalb meiner Familie wurden immer Hunde gehalten, aber wirklich gefunkt zwischen mir und den bellenden Vierbeinern hat es erst auf Island. Die Border Collies auf Fremri-Fitjar wurden ein großer Teil meines Farmlebens dort und irgendwie ein wichtiger Teil meines Lebens. Nach Recherchen und den persönlichen Erfahrungen mit den vier isländischen Border Collies war jedoch für mich sehr schnell klar, dass ich dieser Rasse nicht gerecht werden würde, da der Instinkt des Hütens doch sehr tief verwurzelt ist. Auf der Suche nach ähnlichen Rassen wurde ich auf den Australian Shepherd aufmerksam. Ich las viel im Internet, aber beschloss relativ schnell eine Züchterin zu besuchen, die ich aus einer Gangpferdegruppe kannte. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt etwa vier Wochen junge Welpen. Ich verbrachte einen halben Tag bei ihr und ihrer Familie, erfuhr nicht nur vieles über die Hunde, sondern lernte die ganze Rasselbande kennen.

 

Eigentlich wollte ich erst zum Sommer/Herbst 2017 einen Hund in mein Leben integrieren, aber eine kleine Hündin hatte mein Herz schlafend erobert. Gemeinsam mit der Familie schaute ich am Tag meines ersten Besuches den Disneyfilm "Merida", denn jedes der sieben Mädels im Wurf war nach einer Prinzessin benannt. Selbstverständlich hatte jeder einen Welpen im Arm. Die kleine Anna, heute Phoebe, drehte sich bereits nach wenigen Minuten auf den Rücken und schlief. Einziges Lebenszeichen waren ein paar Schnarcher. Eigentlich war bereits an diesem Tag die Entscheidung gefallen. Aber ich wollte es noch mal in Ruhe überlegen, ob der Zeitpunkt wirklich optimal ist. Nach vielen Gesprächen mit der Züchterin und Freunden von mir, war die Entscheidung klar. Die kleine Anna würde im Januar zu mir ziehen.

 

Seit die kleine Phoebe aka Anna bei mir ist, hat sich mein Leben um 180° gedreht, aber einfach nur ins Positive. Ein kleiner Sonnenschein, der mein Leben an jedem einzelnen Tag bereichert und den ich nie wieder vermissen möchte.